Nachhaltigkeit, Persönlichkeitsentwicklung, Veganes Leben
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f**k flexi, go vegan

go vegan

Es liegt mir fern mich als Moralapostel aufzuführen, aber für mich ist es einfach wichtig, dass sich Menschen informieren und nicht etwas tun, weil man es immer schon so gemacht hat, zum Beispiel tierische Produkte verzehren.

Das Angebot wird immer besser.

Während unserer Zeit in Kalifornien, habe ich mich „gezwungenermaßen“ etwas intensiver mit dem Thema #govegan auseinandergesetzt, da wir viel auswärts gegessen haben und ich muss sagen, ich bin von Kalifornien echt begeistert.

Sogar quasi mitten in der Wüste gab es veganen Karottenkuchen (und natürliche auch andere vegane Dinge). Aber manchmal war es doch etwas zäh, hat aber dann doch irgendwie geklappt.

Aber auch hier in Deutschland ist die vegane Ernährung auf dem Vormarsch. In München gibt es richtig viele vegane Restaurants und man wird auch nicht mehr allzu schräg angeschaut, wenn man nach veganen Optionen fragt.

Mein Tipp übrigens um vegane Restaurants zu finden ist die App Happy Cow. Die hat mir hier in München, aber auch wenn ich unterwegs bin, sehr geholfen.

Aber warum sollte man sich eigentlich vegan ernähren?

Für mich sind drei Aspekte des Veganismus wichtig.

Der Moralische:

Ich möchte einfach nichts Tierisches mehr zu mir nehmen bzw. benutzen. Warum sollte ich hier einen Unterschied zwischen Lola als Hund und anderen Tierarten machen?

Was wir mit den Tieren in der Massentierhaltung machen, das passt im wahrsten Sinne des Wortes auf keine Kuhhaut. Aber auch Bio ist oft umstritten und in Einzelfällen (oder auch öfter, wer weiß das schon?) nicht viel besser.

Leider ist die Milchproduktion genauso schlimm wie die Fleischproduktion. (Ich schreibe hier übrigens ganz bewusst Produktion, denn das ist leider, nicht mehr und nicht weniger. Mit artgerechter Haltung hat das nichts mehr zu tun.) Damit die Kühe rund um die Uhr Milch geben, sind sie die ganz Zeit schwanger, also entweder mit Hormonen vollgepumpt oder es werden ihnen ihre Kinder weggenommen…direkt nach der Geburt.

Zudem unterstützt man mit dem Konsum von Milch die Kalbfleischproduktion, da die Kälbchen der Milchkühe meistens beim Schlachter landen.

Und fast alle von uns haben leider den Bezug zu Fleisch verloren, da sie es nur schön verpackt beim Metzger oder im Supermarkt kennen, so war es auch bei mir. Dass dahinter aber ein Lebewesen steckt, wird oft gar nicht mehr wahrgenommen.

Ich lehne mich sogar soweit heraus, dass jeder, der Fleisch isst, auch das Tier töten können müsste. Bzw. den Kühen ihre Kälber wegnehmen müsste, wenn er Milchprodukte verzehren möchte. Ich denke, dass viele vegan werden würden, müssten sie das tun.

Der Ökologische:

Wir hätten viele Probleme unseres Ökosystems gelöst, wenn wir auf tierische Produkte verzichten würden.

Wie verrückt ist das eigentlich? Wir produzieren Lebensmittel, die wir selbst wunderbar und ohne Probleme verzehren könnten, um sie dann Tieren zu geben, um dann das Tier bzw. die tierischen Produkte zu essen. Ziemlich verrückt, oder?

Die Ökobilanz sieht da echt verdammt schlecht aus. Dazu kommt übrigens noch, dass auf der Welt niemand mehr hungern müsste, würden wir auf tierische Produkte verzichten.

Nicht zu vergessen die „Abgase“ vor allem von Rindern, die unsere Umwelt verpesten und unseren Kindern das „grüne“ Leben auf unserer Erde, wie wir es noch kennen, nicht mehr möglich machen.

Hier findest du bei The Guardian übrigens einen aktuellen Beitrag auf englisch dazu:

„A vegan diet is probably the single biggest way to reduce your impact on planet Earth, not just greenhouse gases, but global acidification, eutrophication, land use and water use,” said Joseph Poore, at the University of Oxford, UK, who led the research. “It is far bigger than cutting down on your flights or buying an electric car,” he said, as these only cut greenhouse gas emissions.“

Der Gesundheitliche:

Es ist nachgewiesen, dass der übermäßige Konsum von tierischen Produkten wie Fleisch und Milch krank macht, ganze Volkskrankheiten auslöst. Das kannst du zum Beispiel sehr schön im Buch „The Blue Zones“ [Werbelink] nachlesen.

Übrigens ist die Milch von Kühen für ihre Kälber, also ihre Kinder da. Diese trinken sie aber nur bis sie ungefähr zehn Monate alt sind…warum verzehren wir sie dann bis ins hohe Alter? Zudem denke ich, dass eine Laktoseintoleranz eigentlich das „Normale“ ist. Mir jedenfalls geht es so viel besser ohne die Milchprodukte.

Und die Argumente einer Mangelernährung sind für mich nur Augenwischerei. Wenn sich ein veganer Mensch vernünftig ernährt, hat er keinerlei Mangelerscheinungen. Im Gegenteil, durch den viel bewussteren Umgang mit der Ernährung, leben die meisten Veganer*innen wesentlich gesünder.

Das Vitamin B12 ist das Einzige, das nicht durch pflanzliche Nahrung ersetzt werden kann. Gut, dann muss man es supplementieren. Allerdings ist die Qualität des meisten Fleisches so schlecht, dass darüber oft viel zu wenig B12 aufgenommen wird, bzw. viele Menschen es sowieso nicht richtig verarbeiten können.

Was stattdessen essen?

Das Tolle ist, wir haben mittlerweile so geile Ersatzmöglichkeiten, die es vor 10 oder 20 Jahren noch nicht gab. Das macht es so viel einfacher.

Hier ein paar meiner kleinen Tipps für die gängigen Tierprodukte (übrigens alles Bio-Produkte):

  • Milch:
    Pflanzliche Milch, zum Beispiel aus Soja, Mandeln, Hafer, etc. Meine Lieblingssojamilch ist diese hier.
  • Frischkäse:
    Es gibt eine ganz tolle Frischecreme, die du hier findest.
  • Käse:
    Ich habe leider noch keinen tollen Ersatz gefunden, vermisse ihn aber auch nicht mehr, da ich andere Alternativen gefunden habe.
  • Brotaufstrich:
    Räuchertofu, einfach wie Wurst aufs Brot, super lecker. Übrigens soll Tofu Krebs vorbeugen, ziemlich cool, oder?
    Hummus, einfach nur lecker
    Rote-Beete-Aufstrich
  • Ei:
    Es gibt ein ganz tolles indisches Salz „Kala Namak“, das sehr nach Ei schmeckt, ich liebe es auf der Gurke, die auf der Pflanzencreme auf dem Brot thront.
  • Joghurt:
    Es gibt wie bei der Milch ganz tolle Alternativen aus Soja, Mandeln, Cashewnüssen, etc.
  • Sahne:
    Wenn ich etwas machen möchte das einer Sahnesoße ähnelt, nehme ich Shiro Miso und Wasser und zaubere ein tolles Sößchen

Es geht nicht nur ums Essen

Darauf möchte ich an dieser Stelle nur kurz eingehen, den Veganismus heißt nicht nur beim Essen auf tierische Produkte zu verzichten, sondern in allen Lebensbereichen.

Leider es ist verdammt schwierig, Produkte zu finden, die komplett vegan sind, da zum Beispiel in fast jedem Klebstoff tierische Bestandteile enthalten sind. Aber ein erster Schritt ist es auf jeden Fall auf die offensichtlichen Materialien wie Leder, Wolle, Seide, etc. zu verzichten.

Übrigens nutze ich meine Lederschuhe und -taschen, die ich mir früher mal gekauft habe, weiter bis sie kaputtgehen, oder verschenke sie. Sie einfach wegzuschmeißen wäre purer Wahnsinn…

Ich bin sehr gespannt auf eure Kommentare zu diesem Thema und verratet mir gerne eure Tipps.

Hang loose, Namaste und Be Here Now
Eure Julia ♥

 

5 Kommentare

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  2. Jana sagt

    Hey! Danke für den Beitrag. Ich ernähre mich nun auch schon seit einiger Zeit vegan. Zu Beginn kam es mir schwierig vor, jedoch findet man mit der Zeit so viele Alternativen, so dass mir Käse und Co. gar nicht abgehen.
    Ich supplementiere zusätzlich Vitamin B12, K und D von https://www.vitaminexpress.org/de/, wobei ich der Meinung bin, dass sowohl Menschen die Fleisch essen, diese Vitamine zu sich nehmen sollten.
    LG,
    Jana

    • Julia sagt

      Hallo liebe Jana,

      das ist klasse 😀 Und das mit den Vitaminen finde ich auch, das sollten alle machen. Oft wird den Rindern B12 zugefüttert, damit es ausreichend im Fleisch enthalten ist, weil es durch die schlechte Haltung nicht mehr auf natürlichem Wege gebildet wird. Wie verrückt ist das denn?

      Liebe Grüße
      Julia

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