Persönlichkeitsentwicklung
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Wie du zu wirklicher Freiheit gelangst.

Freiheit

„Laguna Beach, CA“

Freiheit ist einer meiner wichtigsten Werte, wenn nicht sogar mein Wichtigster. Doch was bedeutet sie eigentlich? Für jeden einzelnen bestimmt etwas anderes, wobei das meistens von den äußeren Umständen abhängt.

Doch die eigentlich viel wichtigere Freiheit ist die, die von innen kommt. Dann kommt die äußere, individuelle meist von alleine.

In einem Vortrag von Eckhart Tolle habe etwas gehört  gehört, was mich wirklich inspiriert hat.

Du wirst frei, wenn du dir deiner konditionierten Gedankenströme bewusst wirst und sie mit Abstand betrachten kannst.

Woooop…ok, und was bedeutet das jetzt?

Das Radio und die Stimme, die die ganze Zeit mit uns redet, kennst du bestimmt, oder? Sie redet unentwegt auf uns ein und kann die extremsten Gefühle auslösen (überwiegend nur negativ), ohne dass im Außen irgendetwas passiert.

Und sie kann uns einreden, dass Situationen schlecht sind.

Regen an sich zum Beispiel ist neutral. Weil du aber damit schlechte Erfahrungen (nass, ungemütlich, krank geworden) gemacht hast, redet deine Stimme dir ein, dass er schlecht ist und dann fühlst du dich schlecht, vielleicht sogar verärgert. Jemand, der in der Wüste wohnt und der mit Regen etwas sehr Gutes verknüpft, freut sich riesig über die nassen Tropfen.

Das ist Konditionierung. Reiz > Gedanke > Reaktion also Gefühl.

Anderes Beispiel: wenn du im Stau stehst, dann löst das bestimmt ärgerliche Gefühle in dir aus, aber nicht weil du dich in der Situation befindest, sondern weil die Stimme in deinem Kopf dir das sagt. 

Wenn du diese Gedankenströme entdeckst und sie dir bewusst werden, du sie auf einmal mit Abstand wahrnimmst, dann kommst du in die Gegenwart.

Und du entdeckst, dass du die Freiheit hast, dich von den Gedanken zu lösen, sie von außen zu betrachten und sie werden keine Gefühle mehr in dir auslösen können. Auf einmal geht es dir gut und das obwohl du im Stau stehst. Geil, oder?

Und jetzt?

Ok, leider ist das nicht so einfach, sonst würde das ja jeder machen. Es bedarf natürlich etwas Training um auch genau in solchen Situationen bewusst zu werden und der Stimme Einhalt zu gebieten.

An erster Stelle steht für mich die Mediation, täglich natürlich. Hier schaltest du dein Kopfradio mal für eine gewisse Zeit auf Hold.

Ganz wichtig: Yoga, am besten auch täglich.

Und dann baue dir in deinen Alltag kleine Ateminseln ein. Über die Atmung gelangst du aus der Gedankenspirale heraus und hinein ins Jetzt. Stelle dir vielleicht einen Timer und atme dreimal am Tag jeweils sechsmal tief ein und wieder aus.

Wenn du in eine Situation gelangst, die dich negativ triggert, versuche dich daran zu erinnern und atme erstmal tief durch. Gib den Gefühlen Raum, aber lass sie dich nicht überwältigen. Und dann entscheide ganz bewusst wie du mit der Situation umgehen möchtest.

Du hast die Wahl: mit schlechten Gefühlen, die die vielleicht noch den ganzen Tag nachhängen oder gut drauf und befreit. Es ist an dir.

Seitdem ich die oben erwähnten Routinen in mein Leben integriert habe, merke ich immer mehr, wie entspannt ich in Situationen bleibe, in denen ich noch vor einem Jahr sehr emotional geworden wäre.

Es klappt nicht immer, aber immer öfter. Wir sind ja auch nur Menschen.

Übertragbar auf alle Lebensbereiche

Das kannst du auf dein ganzes Leben übertragen, auch auf Beziehungen. Unser Kopf redet uns immer ein, dass andere Menschen für unsere Gefühle verantwortlich sind…nope…nur jeder einzelne ist für sich selbst dafür verantwortlich.

Das Verhalten von anderen Menschen ist vielleicht ein Auslöser und nicht der Grund. Frage dich immer, warum löst das, was der andere sagt, dieses Gefühl in mir aus. Du wirst die Antwort in deinem Inneren finden.

Nur du bist für deine Gefühle verantwortlich. Und nur du hast es in der Hand mit deinem Gefühlen bewusst und verantwortungsvoll umzugehen. Niemand anderes. Und das macht dich frei.

Hang loose, Namaste und Be Here Now
Deine Julia ♥